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Tipps für die Treppenplanung


Mit der Treppenplanung sollte – egal ob Neu– oder Umbau – schon frühzeitig begonnen werden, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen. Dazu gehört nicht nur die Auswahl des passenden Materials, sondern insbesondere des Einbauortes der Treppe.

Platzbedarf
Steigungsverhältnis und Regeln
Deckenöffnung
Fenster und Türen
Heizkörper und Fußbodenheizung

Zunächst sollte bedacht werden, dass der Platzbedarf für die Treppe je nach Treppenkonstruktion unterschiedlich ist. Durch eine gewendelte Stufenverziehung wird dieser Platzbedarf verringert, allerdings sind Treppen mit geraden Stufen komfortabler und sicherer zu begehen.

Nachfolgend finden Sie einige Grundrissbeispiele, die Ihnen zeigen, mit welchem durchschnittlichen Platzbedarf Sie bei welcher Konstruktion rechnen müssen (alle Längenangaben in mm).

1/4 gewendelt
ca. 4,35 qm
2 x 1/4 gewendelt
ca. 4,55 qm
1/2 gewendelt
ca. 4,10 qm
Podesttreppe,
1/2 Wendung
ca. 5,50 qm
Podesttreppe,
1/4 Wendung
ca. 4,80 qm
geradläufig
ca. 4,25 qm
Raumspartreppe mit Dreieckstufen ca. 2,00 qm
(14 Steigungen, TA 700, Auftritt ca. 210 mm)

Zur besseren Vergleichsmöglichkeit basieren alle Abbildungen auf Treppen mit 15 Steigungen, einem Treppenaußenmaß von 1.000 mm sowie einer Auftrittsbreite von 260 mm bei einer angenommenen Geschosshöhe von 2800 mm. Eine Ausnahme bildet hier die Raumspartreppe.


A =  Auftrittsbreite
S =  Steigungshöhe
U =  Untertritt (Stufen-überstand)
HS =  Holzstärke für Stufen
HW =  Holzstärke für Wangen

Das Steigungsverhältnis, das aus der durchschnittlichen Schrittlänge eines Menschen resultiert, wird in den häufigsten Fällen nach der Schrittmaßregel berechnet, die sich aus 2 Steigungshöhen (S) und einer Auftrittsbreite (A) zusammensetzt:

2 x S + A = 590 bis 650 mm (als Ideal-Maß gilt 630 mm)

Zusätzlich gibt es zur Berechnung für die sichere Begehbarkeit einer Treppe noch die Sicherheitsregel: A + S = 460 mm

sowie für die bequeme Begehbarkeit die Bequemlichkeitsregel:
A – S = 120 mm

Ein Steigungsverhältnis, welches alle drei Regeln berücksichtigt, ist A = 290 mm und S = 170 mm


D =  Durchgangsmaß
T =  Treppen-außenmaß
N =  Nutzbare Treppen- laufbreite
E =  Einbauluft

Die Deckenöffnung ist in der Größe so zu planen, dass eine Kopfhöhe von mind. 2.000 mm und eine Fingerfreiheit (Maß zwischen Geländer-Handlauf und Deckenkante) von mind. 50 mm eingehalten wird.

Bei einer vorhandenen Deckenöffnung unterhalb der geplanten Treppe muss auf eine ausreichende Auflage der Antrittswangen geachtet werden. Kontrollieren Sie in diesem Fall auch, ob die Deckenöffnungen möglicherweise versetzt zueinander liegen und geben Sie diese Maße auf ihrer Aufmaßskizze an. Befindet sich die Treppe unter einer Dachschräge, kann durch die Angabe der Kniestockhöhe und der Dachneigung die Kopfhöhe darunter berechnet werden. 

An eine Treppe angrenzende Wände müssen als tragende Wände ausgeführt werden, sollen diese die Last der Treppe aufnehmen. Bei nicht vorhandenen oder nicht ausreichend dimensionierten Wänden sollte die Treppe mit zusätzlichen Stützpfosten geplant werden.

Fenster und Türen sollten nach Möglichkeit nicht im Bereich der Treppenläufe bzw. Podeste liegen, da sie die Planung erschweren. Sind sie dennoch notwendig, muss die genaue Position / Lage der Öffnungen (bzw. der Blendrahmen) angegeben werden, damit diese bei der Planung der Treppenanlage berücksichtigt werden können.

Die Installation eines Heizkörpers oder einer Fußbodenheizung unter der Treppenanlage sollte vermieden werden, da die aufsteigende Wärme ein Schwinden der Holzteile und damit Schäden an der Treppe verursachen kann.


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